Movember Foundation Männergesundheit

Jungs, mit Schnurrbart lebt ihr länger! #movember

Im sogenannten MOvember tun wir etwas für Männergesundheit. Und dagegen, dass Männer so früh sterben! Die sogenannte Krise der Männlichkeit umfasst nämlich auch das Gesundheitsbewusstsein. Genau dafür setzt sich die Movember Foundation ein.

 

 

Der Begriff Movember setzt sich aus November und Moustache, der französischen Bezeichnung für Schnurrbart, zusammen. Der Schnurrbart ist ein männliches Symbol. Er soll im Aktionszeitraum November getragen werden. Durch den Aufruf soll Awareness für das Thema Männergesundheit erhöht werden. Denn die Lebenserwartung der Geschlechter klafft weit auseinander. In der Kriegs- und Nachkriegsgeneration überlebten Frauen ihre Männer oft um ein oder sogar zwei Jahrzehnte. Die Unterschiede sind aber längst nicht mehr auf Kriege und harte körperliche Arbeit zurückzuführen. Wir sterben immer noch durchschnittlich sechs Jahre früher. Dagegen müssen wir etwas unternehmen!

 

 

Männliches Bewusstsein

Gesundheitsbewusstsein lautet das Stichwort. Frauen gehen weitaus häufiger und früher zum Arzt. Und das betrifft nicht nur den regelmäßig Gang zum Gynäkologen (ab Mitte 40 wird übrigens auch Männern eine regelmäßige urologische Vorsorgeuntersuchung stark empfohlen). Frauen nutzen auch weitaus mehr gesundheitsfördernde Maßnahmen und Programme.  Das Bewusstsein für Ernährung, Gewichtsreduktion, psychische und emotionale Gesundheit ist bei Frauen um einiges höher. Ähnlich verhält es sich bei den Gefahren: Männer konsumieren weitaus mehr Alkohol, Zigaretten und Cholesterin und wehren sich häufiger gegen gesundheitliche Empfehlungen.

Gesundheitsverantwortung liegt in der klassischen Rollenaufteilung eher bei der Frau. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für sich selbst. Das männliche Selbstbild verlangt noch zu sehr, auch zu offenkundigen Gefahren zu trotzen und sich gegen gesundheitliche Empfehlungen zu wehren. Das betrifft allgemeine Risikobereitschaft (im Verkehr wie bei Hobbies), aber auch Ernährung und Work-Life-Balance. Es ist jedoch wichtig, in medizinischen wie psychischen oder emotionalen Fragen Hilfe zu suchen oder annehmen zu können! In diesen Sachen können wir noch einiges lernen. Genauso aber auch, unseren männlichen Freunden und Kollegen mit Verständnis und Unterstützung zu begegnen.

 

Genau dafür wirbt der Movember. Dafür trage ich doch gerne einen Schnurrbart!
(Zumindest 30 Tage im Jahr  :-p  )

 

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Patrick Catuz, Autor, Feministische PornographiePatrick Catuz ist Autor, Filmemacher und Kulturarbeiter und lebt in Wien. Er ist Doktorand an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Er ist Autor des Buches „Feminismus fickt!“, das sich mit den Perspektiven feministischer Pornographie beschäftigt und produziert gegenwärtig bei Arthouse Vienna feministische, queere und künstlerische Pornographie.

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