Girl-Power: Popkultur und Feminismus

 

Popkultur wird die Welt nicht ändern. Aber sie erinnert uns daran, dass wir sie ändern sollten!

 

Zwanzig Jahre nach dem Spice Girls Hit ist der Aufruf zu „Girl-Power“ wieder aufgeflammt. Der Begriff begegnet einer neuen Generation nicht mehr als Pepsi-Commercial auf MTV, sondern als Viral im Netz. Die Spice Girls waren zweifelsohne relevante Figuren in der Entwicklung des oft despektierlich als Lipstick-Feminism abgetanen Strömung. Sie gehört zu einer weißen, urbanen, gebildeten aber auch unterhaltungs- und popkulturaffinen Seite des Feminismus. Ihre Ikonen sind häufig Zugpferde der Marketingmaschinerie von Großkonzernen und Major-Plattenlabels. Als Teil des Establishments halten sie bestehende Strukturen aufrecht, vor allem wenn es um Kapitalismus geht. Und doch leisten sie einen Beitrag zur selben Sache.
Von den Spice Girls zu Beyonce –so viel Lemonade sie auch aus den Zitronen machen, die ihnen das Leben beschert – die Welt wird bestimmt nicht von Hitsongs oder Viral Videos geändert. Aber sie erinnern uns daran, dass wir sie ändern sollten.